Loading...
Zur Übersicht
21.09.2020

Holztransport & Logistik

Die Holztransportlogistik ist ein wichtiger Bestandteil für die gesamte Holzindustrie und verbindet den Wald als natürliche Rohstoffquelle mit der holzverarbeitenden Industrie. Transportiert wird das Holz dabei über die Straße, über die Schiene oder auch mit dem Schiff. Ein reibungsloser Transport von A nach B ist dabei besonders wichtig, denn die ununterbrochene Zufuhr von Rohholz, welches meist aus der Umgebung der Betriebe kommt, ist für das Funktionieren der Produktionsprozesse dringend notwendig.

Das allgemeine Höchstgewicht für den LKW-Transport in diesem Zusammenhang liegt in Deutschland bei 40 Tonnen. Ausnahmen gibt es dabei für den kombinierten Verkehr. Aber auch in der Folge von Extremereignissen wie Stürmen, Dürren und Schädlingsbefall sind Ausnahmen vom üblichen Maximalgewicht möglich. Dabei wird das zulässige Gesamtgewicht oftmals auf 44 Tonnen erhöht. Der Gesetzgeber entscheidet dann auf Landesebene, ob das zulässige Gesamtgewicht für den Holztransport erhöht wird oder nicht. Folge davon sind aber oft neue Probleme, denn es kann vorkommen, dass in einem angrenzenden Bundesland, welches durchfahren werden muss, andere zulässige Gesamtgewichte oder Beschränkungen gelten. Dabei haben sich höhere Transportgewichte in der Vergangenheit oft als geeignetes Mittel erwiesen, um den schnellen Abfluss von Kalamitätsholz zu verbessern. Auch in Hinblick auf andere europäische Länder, in denen ein deutlich höheres Maximalgewicht im Rundholztransport erlaubt ist – wie zum Beispiel in Schweden mit 90 Tonnen – könnte mit einer Erhöhung des zulässigen Gesamtgewichtes in Deutschland nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit, sondern auch die Rohstoffversorgung gestärkt werden.

Folgende themenbezogene Dokumente der AGR können Sie hier downloaden:

 

 

Holztransport über die Schiene

Zunehmende Schadholzmengen bringen die bisherigen Transportkapazitäten an ihre Grenzen. Ein breit ausgebautes Gleisnetz mit modernen Verladestellen für Rohholz kann hier Abhilfe schaffen. Neben den wirtschaftlichen Vorteilen kann der Schienentransport zur Entlastung des Straßenverkehrs beitragen und das Klima schonen.

Deshalb unterstützt die AGR die Initiative zur Gleisanschlusscharta des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV). Hier werden aktuelle Problematiken des Verkehrsträgers Schiene aufzeigt und Lösungsvorschläge angeboten.

Ein Punkt ist die stärkere Unterstützung von Unternehmen bei der Schaffung und Unterhaltung eigener Gleisanschlüsse. Denn seit der Bahnreform 1993/94 wurden durch massive Sparmaßnahmen über 80% der Gleisanschlüsse stillgelegt. 2.371 sind deutschlandweit noch in Benutzung. Ein betriebseigener Gleisanschluss ist jedoch der Grundstein für den erfolgreichen Schienentransport, denn so kann im Idealfall auf den kostenintensiven gebrochenen Verkehr - also die Kombination verschiedener Transportmittel - verzichtet und CO2 eingespart werden.

Zudem fehlen bislang in vielen Regionen moderne Holzverladezentren (so genannte ‚Timber ports‘), von denen Rohholz aus den umliegenden Wäldern bis zum Weitertransport per Bahn zwischengelagert und verladen werden kann.

Eine Reaktivierung und Modernisierung von stillgelegter Verladeinfrastruktur wäre sicher ein erster Schritt in die richtige Richtung. So können die Bedingungen für den Schienentransport in ländlichen Gebieten wieder verbessert und die Attraktivität des Schienentransports effektiv gesteigert werden. Besonders im Kalamitätsfall könnte der Abtransport des Holzes über Verladebahnhöfe schneller gewährleistet und eine Ausbreitung von Schadinsekten verhindert werden.

Folgende themenbezogene Stellungnahme können Sie hier downloaden: