Loading...
Zur Übersicht
13.08.2021

AGR-Kommentar und Faktencheck: GRÜNE Waldpolitik ohne Holz

© deglee ganzorig on unsplash

Unter dem Titel „Zukunft für die heimischen Wälder sichern“ veröffentlichten DIE GRÜNEN am 08.08.21 ein Autor*innenpapier, welches die Standpunkte der Partei im Hinblick auf die künftige Waldpolitik erläutert. Aus Sicht der Arbeitsgemeinschaft Rohholz e.V. erkennt die Partei zwar wichtige Themen, die politischen Maßnahmen greifen jedoch zu kurz.

13.08.2021: Für die notwendige aktive Gestaltung der Wälder braucht es ein detailliertes Konzept. Insofern begrüßen wir die Auseinandersetzung der Grünen mit diesem Thema. Gleichzeitig muss aber auch die langfristige Holznutzung und strategische Rohstoffplanung mitgedacht werden. Im vorliegenden Autor*innenpapier erfolgt dies zwar in Ansätzen, greift an vielen Stellen aber zu kurz. Viele der hier präsentierten Fakten verlangen nach einer konsequenten Nachfrage. Die AG Rohholz hat das Papier deshalb einem Faktencheck unterzogen.

Das Papier der GRÜNEN erkennt viele wichtige Themen, allen voran, dass es notwendig ist, sich strategisch Gedanken über die Zukunft des Waldes in Deutschland zu machen. Dabei die Holzproduktion als mehr oder weniger naturgegeben zu betrachten, ist aber ein großer Fehler. Nur mit umsichtiger, langfristiger forstwirtschaftlicher Planung wird uns der wertvolle Rohstoff Holz auch in Zukunft in ausreichender Menge und Qualität zur Verfügung stehen. Diese rohstoffpolitischen Weichen müssen jetzt gestellt werden. Die integrative Waldbewirtschaftung ist dabei ein Erfolgsmodell, an dem auch im Klimawandel nicht gerüttelt werden sollte. An einigen Stellen braucht das Konzept der GRÜNEN detailliertere Hintergrundinformationen und muss sich rational von ideologischem Ballast befreien.

„Eine fehlgeleitete Waldpolitik können wir uns im Hinblick auf die gravierenden Auswirkungen des Klimawandels nicht leisten. Dem großen Beitrag zum Klimaschutz durch nachhaltige Holzverwendung etwa wurde im vorliegenden Papier deutlich zu wenig Rechnung getragen“, kommentiert Lukas Freise, Geschäftsführer der AGR.
Weiter Themen des Faktenchecks sind u.a. Waldbewirtschaftungskonzepte, Waldschutz und Klimaschutzfunktionen.

Den Faktencheck der AG Rohholz finden Sie hier.

Den AGR-Kommentar als pdf-Version finden Sie hier.

Pressekontakt
Arbeitsgemeinschaft Rohholz e. V.
Nora Zywotteck
Dorotheenstraße 54
10117 Berlin
Tel.: +49 30 / 20 61 39 97 - 5
Fax: +49 30/ 37 71 94 57
E-Mail: nora.zywotteck@ag-rohholz.de
Internet: www.ag-rohholz.de

Über die Arbeitsgemeinschaft Rohholz e.V. (AGR)
Die Arbeitsgemeinschaft Rohholz e.V. (AGR) ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Unternehmen und Verbänden der Rohholz verbrauchenden Branchen in Deutschland und den angrenzenden Ländern. Die AGR setzt sich für eine effiziente und nachhaltige Nutzung des nachwachsenden Rohstoffes Holz ein. Dabei tritt sie in Dialog mit Vertretern aus Medien, Wirtschaft, Politik sowie Forschung und Lehre, um die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen für die stoffliche Verwendung von Holz zu verbessern. In Kooperation mit der Forstwirtschaft engagiert sich die AGR für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung, die im Einklang mit ökonomischen, ökologischen und sozialen Interessen steht.