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10.03.2021

AGR-Positionspapier zur Rohstoffversorgung der Zukunft

© unsplash

Im Hinblick auf den Klimawandel nimmt das Thema Wald eine immer bedeutendere Rolle in der Politik ein. Oftmals wird entsprechende Rohstoffpolitik dabei nicht mitgedacht. Die Arbeitsgemeinschaft Rohholz e.V. hat im Rahmen des Positionspapiers „Zukünftige Rohstoffversorgung“ eine Übersicht mit den rohstoffpolitisch wichtigsten Punkten erstellt.

Berlin, 10.03.2021: Heute veröffentlichte die AG Rohholz ein Positionspapier zur Rohstoffversorgung der Zukunft. Thematisiert wird, was die Unternehmen der Holzwirtschaft bewegt: Die langfristige Sicherung des Rohstoffes Holz für den Ausbau der nachhaltigen Bioökonomie in Deutschland und den angrenzenden Ländern. Immer im Blick bleibt der Einklang mit der Schutz- und Erholungsfunktion der Wälder.

Ein essentieller Punkt des Papiers ist der Erhalt der Nadelholzanteile in den Wäldern. Denn der Großteil des bisher verwendeten Holzes ist Nadelholz und kann auf Grund seiner spezifischen Eigenschaften auch in Zukunft nicht im selben Maße durch Laubholz ersetzt werden. In diesem Zusammenhang wird auch der Waldumbau thematisiert: Klimaangepasste Mischwälder, die ein hohes Nutzungspotenzial ausweisen sind aus Sicht der AGR zukunftsweisend. Dabei darf vor dem Hintergrund der waldbaulichen Herausforderungen des Klimawandels auch die Herkunft der Baumarten kein Ausschlusskriterium für ihren Anbau darstellen, wenn diese ansonsten für den Standort geeignet sind.

Nicht zuletzt findet sich die Position zum Nutzungsverbot von Waldflächen: „Das beliebte Narrativ, ein vermeintlich „naturnaher“ Wald würde unter Verzicht auf die Holznutzung die Biodiversität stärken, ist zwar durch zahlreiche Studien ausreichend widerlegt worden, findet sich aber weiterhin in den Agenden vieler Naturschutzverbände und findet darüber auch seinen Weg in die Politik. Obwohl der (bewirtschaftete) Wald bei der Indikation von Biodiversität seit Jahren die besten Werte aller Flächenarten liefert, glaubt man oft der Natur durch immer mehr Nutzungsverbote einen Gefallen zu tun,“ kommentiert Lukas Freise, AGR-Geschäftsführer.

Das Papier dient als Hilfe für die Entscheidungsträger der Politik in Bund und Ländern sowie bei der Neugestaltung der Bundeswaldstrategie 2050, den Waldbauprogrammen der Länder und den Überlegungen zur Biodiversitätsstrategie.

Das AGR-Positionspapier „Zukünftige Rohstoffversorgung“ als pdf-Version finden Sie hier.

Hier finden Sie die Pressemitteilung als pdf-Version

Pressekontakt
Arbeitsgemeinschaft Rohholz e. V.
Nora Zywotteck
Dorotheenstraße 54
10117 Berlin
Tel.: +49 30 / 20 61 39 97 - 5
Fax: +49 30/ 37 71 94 57        
E-Mail: nora.zywotteck@ag-rohholz.de
Internet: www.ag-rohholz.de

Über die Arbeitsgemeinschaft Rohholz e.V. (AGR)
Die Arbeitsgemeinschaft Rohholz e.V. (AGR) ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Unternehmen und Verbänden der Rohholz verbrauchenden Branchen in Deutschland und den angrenzenden Ländern. Die AGR setzt sich für eine effiziente und nachhaltige Nutzung des nachwachsenden Rohstoffes Holz ein. Dabei tritt sie in Dialog mit Vertretern aus Medien, Wirtschaft, Politik sowie Forschung und Lehre, um die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen für die stoffliche Verwendung von Holz zu verbessern. In Kooperation mit der Forstwirtschaft engagiert sich die AGR für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung, die im Einklang mit ökonomischen, ökologischen und sozialen Interessen steht.