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18.11.2020

AGR-Rohstoffgipfel: Die Branche im Wandel

© agr

Am 17./18. November fand der AGR-Rohstoffgipfel erstmalig im Online-Format statt. Im Fokus standen Zukunftstechnologien und deren wertvoller Beitrag für den Wald und die Holz-Branche. Weitere Themen waren die Milliarden-Hilfen für den Walderhalt und zukunftsfähige Transportlogistik.

Berlin, 18.11.2020: Eröffnet wurde der diesjährige Rohstoffgipfel mit dem Blick auf die Kalamitäten der letzten Jahre. Ein Appell an die Zusammenarbeit von Forst und Holz kam in Form eines Grußwortes von Martin Neumeyer, Vorstandsvorsitzender der Bayerischen Staatsforsten. Im Fokus der Branche stehen weiterhin die Verwendungsmöglichkeiten für das anfallende Schadholz, sowie die Rohstoffsicherung der Zukunft. Deutlich wurde, dass zunehmend neue Technologien existieren, aber ihr unter den Marktpartnern koordinierter Einsatz auf der Fläche noch nicht im eigentlich nötigen Umfang erfolgt. „Technologie ersetzt dabei keine Erfahrung, sondern soll Erfahrung verfügbar machen“, so Dr. Rainer Joosten, ein Teilnehmer der online-Diskussion.

Anschließend stand der Wald der Zukunft im Mittelpunkt. Das Impulsgrußwort lieferte Hans-Georg von der Marwitz (MdB), der Präsident des Waldbesitzerverbandes AGDW. Thematisiert wurden u.a. die bereitgestellten Milliarden-Hilfen für die Forst- und Holzwirtschaft und deren Einsatzfelder in Projekten. „Insgesamt ist das staatliche Engagement in der Krisensituation beeindruckend. Ein kleiner Wermutstropfen bleibt etwa die Ausgestaltung der Waldförderung in den Ländern. Dort scheint man manchmal die Zielrichtung von klimastabilen wirtschaftlich nutzbaren Wäldern nicht voll im Blick zu haben. Es sollte nicht so sein, dass wirtschaftlich wertvolle Baumarten durch die Förderpraxis diskriminiert werden“, kommentiert Leonhard Nossol, Präsident der AG Rohholz.

Viele Impulse gab es im Themenblock „zukunftsfähige Transportlogistik“. Nach einem Grußwort von Dr. Sigrid Nikutta, im Vorstand der Deutschen Bahn zuständig für den Bereich Gütertransport, wurde im Themenblock schnell deutlich: Digitalisierung und Automatisierungsprozesse halten bei LKW und Bahntransport Einzug und auch der Bereich modulare Fahrzeuge wird als große Chance beim Transport von Holz gesehen. Ein Kernpunkt der Diskussion war der zunehmende Fahrermangel sowohl auf der Straße als auch auf der Schiene. Hier müssen Anreize durch die Unternehmen geschaffen werden, um Personal gewinnen zu können. Positiv wird auch der Vernetzung der supply chain entgegen gesehen. „Es war zu spüren, dass auch durch die pandemiebedingte stärkere Auseinandersetzung jedes Einzelnen mit der Digitalisierung das Thema bezogen auf die Logistik auch in unserer Branche massiv Fahrt aufgenommen hat. Die AGR wird sich auch weiterhin dafür stark machen, dass die Rahmenbedingungen für den Holztransport über die Schiene verbessert werden. Dies wird auch für die Erfüllung der Klimaschutzziele im Transportsektor unabdingbar sein,“ kommentiert Lukas Freise, Geschäftsführer der AGR.

Die Diskussionen und Vorträge werden im Rahmen des Sägewerkskongresses des Deutschen Säge- und Holzindustrie Bundesverbandes (DeSH) noch bis zum 02. Dezember 2020 weiter gehen.

Die Pressemitteilung als pdf-Version finden Sie hier.

Pressekontakt
Arbeitsgemeinschaft Rohholz e.V.
Nora Zywotteck
Dorotheenstraße 54
10117 Berlin
Tel.: +49 30 / 20 61 39 97 - 5
Fax: +49 30/ 37 71 94 57        
E-Mail: nora.zywotteck@ag-rohholz.de
Internet: www.ag-rohholz.de

Über die Arbeitsgemeinschaft Rohholz e.V. (AGR)
Die Arbeitsgemeinschaft Rohholz e.V. (AGR) ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Unternehmen und Verbänden der Rohholz verbrauchenden Branchen in Deutschland und den angrenzenden Ländern. Die AGR setzt sich für eine effiziente und nachhaltige Nutzung des nachwachsenden Rohstoffes Holz ein. Dabei tritt sie in Dialog mit Vertretern aus Medien, Wirtschaft, Politik sowie Forschung und Lehre, um die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen für die stoffliche Verwendung von Holz zu verbessern. In Kooperation mit der Forstwirtschaft engagiert sich die AGR für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung, die im Einklang mit ökonomischen, ökologischen und sozialen Interessen steht.