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27.09.2019

Waldgipfel: Klimawandel und Rohstoffbedarf bei Aufforstung berücksichtigen

© AGR

Das durch die aktuellen Waldschäden anfallende Holz muss zügig aus dem Wald abtransportiert werden, um Folgeschäden zu vermeiden. Deshalb begrüßt die Arbeitsgemeinschaft Rohholz e.V. (AGR) die Verlängerung der Ausnahmeregelung beim Holztransport. Bei der von der Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner beim nationalen Waldgipfel angekündigten Wiederaufforstungshilfen dürfe nach Ansicht der AGR der künftige Bedarf an Rohstoffen nicht außer acht gelassen werden. 

Berlin, 27. September 2019: Der nationale Waldgipfel der Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner stellte die richtigen Weichen, um den von den aktuellen Waldschäden betroffenen Waldbesitzern zu helfen. Die Bundesregierung wird in den nächsten vier Jahren gemeinsam mit den Ländern 800 Millionen Euro für die Behebung der Schäden und die Wiederaufforstung bereitstellen. Laut dem Bundesministerium sind bereits 180.000 Hektar geschädigt. Weitere Waldflächen – auch seit Jahrhunderten nicht bewirtschaftete Buchenwälder – zeigen sehr hohe Dürreschäden. 

Um einen schnellen Abtransport der geschädigten Bäume zu ermöglichen, bleiben die Ausnahmeregelungen für ein höhere Fahrzeuggewicht beim Holztransport von 44 statt der üblichen 40 Tonnen bestehen. Die Arbeitsgemeinschaft Rohholz begrüßt diese Maßnahme, denn so können die Flächen beräumt und für eine schnelle Wiederbewaldung vorbereitet werden. 

Die Baumartenwahl ist dabei auf das künftige Klima abzustimmen. „Welche Baumarten sich am besten an das neue Klima anpassen, ist keine leicht zu beantwortende Frage,“ kommentiert AGR-Präsident Leonhard Nossol die Diskussionen des Waldgipfels. „Wichtig ist dabei, das ökologische und ökonomische Risiko durch eine gute Mischung der Baumarten zu streuen; dabei die künftigen Verwendungsmöglichkeiten der Baumarten jedoch nicht aus den Augen zu verlieren“, mahnt Nossol. 

Um dem Klimawandel entgegenzuwirken und die Schadholzmengen besser verwerten zu können, soll auch die Verwendung von Holz insgesamt erhöht werden. Neben Stahlbeton und Ziegel, könnten fossile Rohstoffe auch bei Kunststoffprodukten durch Holz vielfach ersetzt werden. Für die Verwendbarkeit von Holzprodukten ist jedoch essentiell, dass ein angemessener Anteil an Nadelholz im deutschen Wald nachwächst, der sich auch am künftigen Bedarf der Gesellschaft orientiert.

Hier finden Sie die Pressemitteilung als pdf-Version
 

Pressekontakt
Arbeitsgemeinschaft Rohholz e.V. (AGR)
Dr. Denny Ohnesorge
Dorotheenstraße 54,
10117 Berlin
Tel.: +49 30 20 61 39 975
E-Mail: presse@ag-rohholz.de
Internet: www.ag-rohholz.de

Über uns
Die Arbeitsgemeinschaft Rohholz e.V. (AGR) ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Unternehmen und Verbänden der Rohholz verarbeitenden Branchen in Deutschland und den angrenzenden Ländern. Die AGR setzt sich für eine effiziente und nachhaltige Nutzung des nachwachsenden Rohstoffes Holz ein. Dabei tritt sie in Dialog mit Vertretern aus Medien, Wirtschaft, Politik sowie Forschung und Lehre, um die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen für die stoffliche Verwendung von Holz zu verbessern. In Kooperation mit der Forstwirtschaft engagiert sich die AGR für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung, die im Einklang mit ökonomischen, ökologischen und sozialen Interessen steht.