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17.05.2022

Sonder-Agrarministerkonferenz zu Wald und Holz

© unsplash

Am 16. Mai fand eine digitale Sonder-Agrarministerkonferenz mit den Schwerpunkten Wald und Holz statt. Ausrichter war das Landwirtschaftsministerium Sachsen-Anhalt. Thematisiert wurden hier u.a. die Behandlung des Waldes im Klimawandel, darin eingeschlossen der Waldumbau und die künftige Bewältigung von Extremwetterereignissen sowie der Erhalt der Waldfunktionen wie Biodiversität und Holzbereitstellung.

Für die Umsetzung dieser Mammutaufgabe bedarf es allem voran die finanziellen Mittel sowie einem entsprechenden Maßnahmenplan.

Erstere sind im Haushalt für 2022 bereits eingeplant: 200 Mio. Euro sollen demnach für den Wald bereitgestellt werden. Wie der Bund die Mittel verteilen will, wurde auf der Konferenz jedoch nicht deutlich. Laut Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) seien die entsprechenden Förderrichtlinien noch in Abstimmung mit dem Bundesumweltministerium.

Kritik gab es dafür vonseiten der Waldbesitzer. Konkrete Maßnahmen seien die Voraussetzung für die Bewältigung der gesamtgesellschaftlichen Aufgabe der künftigen Anpassung der Wälder. Dazu gehöre vor allem die Unterstützung der Erzeuger, in diesem Fall der Waldbäuerinnen und Waldbauern.

Geplant sei laut Özdemir zudem die Novellierung des Bundeswaldgesetzes und des Forstschädenausgleichsgesetzes, um künftig besser auf Extremwetterereignisse reagieren zu können, sowie eine Holzbauinitiative. Die AGR begrüßt die Bestrebungen, sieht jedoch auch in rahmenbildenden Vorgaben zur Wald- und Holznutzung wie dem Klimaschutzgesetz Optimierungspotenziale.

Wichtige Impulse gaben aus Sicht der AGR diesbezüglich auch die Landesminister Peter Hauk (CDU, Baden-Württemberg) und Dr. Till Backhaus (SPD, Mecklenburg-Vorpommern). Die Minister verwiesen u.a. auf die besondere Bedeutung der Waldbewirtschaftung und Holznutzung im Kampf gegen den Klimawandel durch die langfristige Speicherung von Kohlenstoff in Holzprodukten. Die von Naturschutzseiten geforderte deutliche Einschränkung der Forstwirtschaft lehnten die Minister genauso ab wie die pauschale Stilllegung von Waldflächen und erhielten dafür im Nachgang großen Zuspruch aus der Branche.