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25.02.2022

Bilanz zu Waldschäden nach Winterstürmen

© unsplash

Die Winterstürme Nadja, Ylenia, Zeynep und Antonia hinterlassen zum Anfang des Jahres 2022 teils starke Schäden in den Wäldern. Betroffen ist insbesondere der Norden des Landes. Eine Bilanz.

In Mecklenburg-Vorpommern liegt die Summer der Schäden Schätzungen zur Folge bei insgesamt 1 Mio. Festmeter Schadholz. Laut dem Landwirtschaftsminister MV, Dr. Till Backhaus entspräche dies rund der Hälfte des Einschlags im Gesamtwald pro Jahr.

Die Niedersächsischen Landesforsten berichten von zahlreichen entwurzelten oder gebrochen Bäumen, eine genaue Aussage über die Höhe der Schäden ließe sich hier jedoch noch nicht treffen.

Die Landeswaldoberförstereien im Land Brandenburg berichten von etwa 200.000 Fm Schadholz, davon ca. 175.000 Fm Nadelholz. Im Nichtlandeswald wird die Schadholzmenge zudem auf 580.000 Fm geschätzt. Wie in vielen Teilen des Landes gibt es immer noch Waldgebiete, die nicht befahrbar sind.

Ersten Schätzungen zufolge rechnen die Schleswig-Holsteinischen Landesforsten mit ca. 60.000 Festmetern Sturmholz. Das entspräche ungefähr 30 Prozent der jährlichen Einschlagsmenge des Landes. Die Schäden sind regional sehr unterschiedlich. Besonders betroffen sei ersten Aufnahmen zur Folge der Süden des Landes.

Der Leiter des Landesforstbetriebs Ostharz (Sachsen-Anhalt), Hans-Christian Schattenberg, wagte eine erste Schätzung, nach der rund 50.000 bis 60.000 Bäume umgestürzt seien.

Hessen berichtet ersten Schätzungen zur Folge von etwa 100.000 Bäume, die durch die Stürme umgeweht wurden. Betroffen sein überwiegend Nadelbäume. Die Aufarbeitung der Sturmschäden habe große Priorität, damit die Nadelbäume vor dem ersten Flug des Borkenkäfers aus dem Wald transportiert werden können. Je nach Witterung fliegen die Käfer mitunter bereits ab März.

In Thüringen gehen die Landesforsten vorläufig von rund 411.000 Festmeter Schadholz über alle Waldeigentumsformen aus. Damit liegt die geschätzte Schadenshöhe unter dem Niveau von Orkantief „Friederike“ vom Januar 2018 mit ca. 500.000 Festmetern. Schadensschwerpunkt ist der Osten des Landes.

Nordrhein-Westfalen beobachtete starke regionale Unterschiede der Sturmschäden. Den Landesforsten zu Folge seien die Schäden jedoch insgesamt geringer als durch Sturm Friederike (2018, 2 Mio. Fm).

Aus Bayern, Baden-Württemberg, dem Saarland und Sachsen blieb es nach Aussagen der Landesforsten und regionalen Medien bei moderaten Schäden. Allen gleich warnen die Bundesländer jedoch nach wie vor vor dem Betreten der Wälder, solange die Sturmschäden nicht aufgearbeitet sind. Die Landesforstbetriebe informieren auf Ihren jeweiligen Webseiten über den aktuellen Stand im jeweiligen Bundesland.