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08.04.2020

AGR begrüßt beschlossene Leitlinien zu entwaldungsfreien Lieferketten von Agrarrohstoffen

© unsplash

Die Arbeitsgemeinschaft Rohholz e.V. (AGR) begrüßt die heute vom Bundeskabinett beschlossenen Leitlinien zur Förderung von entwaldungsfreien Lieferketten von Agrarrohstoffen

Mit den heute vom Bundeskabinett verabschiedeten Leitlinien fördert Deutschland entwaldungsfreie Lieferketten von Agrarrohstoffen. Ziel sei es dabei, den landwirtschaftlichen Sektor in den Erzeugerländern von Agrarstoffen zu stärken und mehr Anreize für den Erhalt der Wälder vor Ort zu schaffen. 

Quelle: Albert Stegemann, Pressemitteilung vom 08.04.2020

Hintergrund:

Die illegale Umwandlung von natürlichen Waldflächen hin zu Agrarflächen für die Erzeugung wichtiger Konsumgüter – wie Soja und Palmöl - trägt seit Jahren zur weltweiten Vernichtung von Wäldern bei. Größter Abnehmer solcher Produkte ist neben den USA und China eben auch die EU. Der Export solcher Güter stellt einen maßgeblichen Anreiz für die Vernichtung von Waldflächen dar. Besonders betroffen sind dabei die Tropen. Aus diesem Grund wurden jetzt Leitlinien festgelegt, die eine nachhaltige Nutzung der Flächen fördern und das Waldroden für die Herstellung von Agrarflächen verhindern sollen.

In der „Amsterdam Erklärung“ haben sich bereits 2015 Länder wie Großbritannien, Niederlande, Frankreich, Norwegen, Dänemark, Italien und Deutschland zusammengeschlossen, um die entwaldungsfreien Lieferketten von Agrarrohstoffen zu fördern. Nach dem die Mitglieder wiederholt zum Handeln aufforderten, hat die EU-Kommission am 23.Juli 2019 die Mitteilung zur "Intensivierung der EU Maßnahmen zum Schutz und zur Wiederherstellung der Wälder in der Welt“ vorgelegt. Seitdem werden Maßnahmen für eine internationale Zusammenarbeit in Hinblick auf Schutz und Wiederherstellung der Wälder eingeführt.

Quelle: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

Weitere Informationen zum Thema finden sie hier.